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Wie geht ein Leben ohne Abfall?

Carla Opetnik lebt seit fünf Jahren nach dem «Zero Waste»-Prinzip: refuse (verweigern), reduce (reduzieren), reuse (wiederverwenden), recycle (rezyklieren) und rot (kompostieren). Ein grosses Anliegen ist ihr die Reduktion von Plastikverpackungen bei Lebensmitteln.

Die Zürcherin Carla Optenik pflanzt auch selber Gemüse an und gibt auf Instagram Tipps.

NZZ Bellevue: Ein Leben ohne Müll, geht das überhaupt?

Carla Opetnik: Ganz ohne, nein. Esswaren an der Offentheke müssen wegen des schweizerischen Lebensmittelgesetzes verpackt werden. Und bei der Post etwa muss man einen Zettel mit der Nummer ziehen, damit man bedient wird. Begebenheiten, die ich nicht beeinflussen kann. Pro Monat fülle ich aber lediglich eine Glasdose mit zirka 20 Zentimeter Durchmesser mit nicht organischem Abfall.

Was war die grösste Umstellung?

Die Organisation. Ich habe immer einen Beutel mit einem Gefäss, Besteck und Trinkflasche dabei.

Welche Einsteiger-Tipps haben Sie für ein «Zero Waste»-Leben?

Viele trinken oft am Tag Kaffee, Tee oder Saft. Sie sollen einen wiederverwendbaren Becher oder ein leeres Konfiglas benutzen und sich beim Bäcker das Gipfeli, das man sofortisst, auf die Hand geben lassen. Und: Ich bin ein Fan von Gemüse-Abos. Die frischen Produkte werden direkt vom Bauern oder vom Markt in einer rezyklierbaren Kartonbox nach Hause geliefert.

Produzieren Sie gewisse Sachen auch selber?

Ja, mein Rouge ist aus Randenpulver, das Deo aus Öl und einer Prise Backpulver. Und meine Zähne putze ich mit einer Mischung aus Öl und Aktivkohle.

Jocelyne Iten, «NZZ Bellevue» (09.08.2019)

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