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Alayah Pilgrim, Spielerin der Schweizer Nationalmannschaft, findet es wichtig, dass Nachhaltigkeit sich nicht nur auf Umweltschutz beschränkt. Bild. Imago

Sustainable Smalltalk

Nachhaltig leben als Fussballprofi – geht das, Alayah Pilgrim?

Im «Sustainable Smalltalk» verraten Schweizer Persönlichkeiten, wie sie Nachhaltigkeit leben – kompakt, ehrlich und alltagsnah.

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Nachhaltig leben als Fussballprofi – geht das, Alayah Pilgrim?

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Was war dein letzter nachhaltiger Aha-Moment?

Alayah Pilgrim: Das ist gar nicht so lange her. Wie viele wissen, spiele ich ja seit einiger Zeit in Rom – und vor ein paar Wochen fand hier der Rom Marathon statt, der sich komplett der Nachhaltigkeit verschrieben hat. Dabei wurde nicht nur auf den Schutz der Umwelt geachtet, sondern vor allem auch sozial ungemein viel getan. Es gab inklusive Gruppen, Kids- und Familienläufe und sogar Hunde sind mitgelaufen. Mich freut es immer, wenn man im wahrsten Sinne durch den Sport etwas bewegen kann. Zudem habe ich gelernt, wie vielschichtig Nachhaltigkeit ist. Das war schon eine coole Sache!

Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich persönlich?

Pilgrim: Ich glaube, es ist wichtig zu betonen, dass Nachhaltigkeit nicht nur Umweltschutz bedeutet. Nachhaltigkeit kann und muss auch sozial oder gesellschaftlich gelebt werden. Ein Teil meiner Familie lebt in Marokko. Sie beziehen die meisten Lebensmittel aus dem eigenen Anbau und wissen ganz genau, wie sie mit ihren Ressourcen umgehen müssen. Wenn wir sie besuchen, sitzen wir mit mehreren Generationen an einem grossen Tisch. Wir essen, reden und lachen gemeinsam. Alle helfen sich gegenseitig und es ist ein wertvolles Miteinander, das ich mir generell für unsere Gesellschaft wünsche. Diese Werte möchte ich mir auf jeden Fall behalten.

«Ich versuche, auf Fleisch weitestgehend zu verzichten und regionale Produkte einzukaufen.»

Alayah Pilgrim

Schweizer Fussball-Nationalmannschaft

Auf welche nachhaltige Gewohnheit bist Du besonders stolz?

Pilgrim: Für mich als Sportlerin ist Ernährung natürlich ein wichtiges Thema. Trotz allem versuche ich auf, Fleisch weitestgehend zu verzichten und regionale Produkte einzukaufen. Daran habe ich mich mittlerweile auch in Italien gewöhnt, was anfangs gar nicht so einfach war.

Welche Herausforderungen siehst Du beim Thema Nachhaltigkeit aktuell in der Schweiz?

Pilgrim: In meinem direkten Umfeld, gibt es viele Menschen, die gerne mehr zum Thema Nachhaltigkeit machen würden - sei es gesellschaftlich, wirtschaftlich oder in Bezug auf unsere Umwelt. Es fehlt aber guter Zugang zu Informationen und wie man sich engagieren kann.

Wie könnte man dieses Problem deiner Meinung nach angehen?

Pilgrim: Ich glaube, dass Plattformen wie Sustainable Switzerland helfen, junge Menschen zu erreichen. Es ist vor allem wichtig, Informationen leicht zugänglich zu machen – zum Beispiel via Social Media. Hier haben wir heutzutage über edukative Inhalte und starke Stimmen aus dem Land tolle Möglichkeiten.

Was ist dein Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Alltag?

Pilgrim: Ich kann absolut empfehlen, Second Hand zu shoppen. Ich habe da schon so viele coole Einzelstücke gefunden, die ich woanders niemals gefunden hätte und sorge auch noch dafür, dass sie nicht weggeschmissen werden. Für meinen Sport benutze ich wiederverwendbare Trinkflaschen. Eine einfache, aber wertvolle Lösung.

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