Wie viel Klimaschutz passt in deinen Alltag, Jennifer Bosshard?
Im «Sustainable Smalltalk» verraten Schweizer Persönlichkeiten, wie sie Nachhaltigkeit leben – kompakt, ehrlich und alltagsnah.
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Moderatorin Jennifer Bosshard entscheidet sich beim Einkaufen vermehrt für Secondhand-Mode. Bild: zvg
Im «Sustainable Smalltalk» verraten Schweizer Persönlichkeiten, wie sie Nachhaltigkeit leben – kompakt, ehrlich und alltagsnah.
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2 Min. • • Viktoria Stauffenegger, Sustainable Switzerland Editorial Team
Was war dein letzter nachhaltiger Aha-Moment?
Jennifer Bosshard: Das war ein Instagram-Reel, in dem erklärt wurde, dass es herzlich wenig bringt, wenn ich mich ganz höflich-schweizerisch jeweils bei der KI für Informationen bedanke – weil dieses Geplänkel Unmengen an Energie frisst und damit ein absoluter Graus für die Umwelt ist.
Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich persönlich?
Bosshard: In erster Linie bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen und sie auch aktiv mitzutragen. Ich glaube, viele Menschen verlieren angesichts der schwerwiegenden globalen Umweltprobleme schnell den Mut. Man stellt sich Fragen wie: Macht es wirklich einen Unterschied, wenn ich einmal auf eine Flugreise verzichte, Papierstrohhalme benutze oder meinen Jutebeutel zum Einkaufen mitnehme? Ich meine: in der Summe tatsächlich ja – oder salopp ausgedrückt: «Nützt’s nüt, so schadt’s nüt».
«Ich bin eine stolze ÖV-Tante »
Jennifer Bosshard
Moderatorin
Auf welche nachhaltige Gewohnheitbist Du besonders stolz?
Bosshard: Ich bin eine stolze ÖV-Tante – bei Wind und Wetter stets mit Zug, Tram und Bus unterwegs. Zugegeben, das ist nicht immer spassig oder komfortabel – aber in der Schweiz ist das wirklich Jammern auf hohem Niveau.
Welche Herausforderungen siehst Du hierbei aktuell in der Schweiz?
Bosshard: Wie in einer Wohlstandsgesellschaft üblich, sind wir Konsumopfer – wir wollen einfach immer mehr: mehr Wohnfläche, mehr Konsumgüter, mehr Fortschritt. Die steigenden Anforderungen möglichst ressourcenschonend zu decken, darin liegt wohl eine der grössten Herausforderungen.
Welche Lösungen oder Projekte für mehr Nachhaltigkeit überzeugten dich?
Bosshard: Natürlich ist die Politik gefragt, wenn es darum geht, erneuerbare Energien wie Solar-, Wasser-, Windenergie und Geothermie auszubauen, den CO₂-Ausstoss in der Wirtschaft zu regulieren oder zirkuläres Bauen zum Standard zu machen. Aber es gibt eben auch viele kleinere Projekte, die in der Summe etwas bewirken können.
Mit meiner Sendung «Gesichter & Geschichten» geben wir regelmässig vielversprechenden Projekten im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine Plattform – etwa den «Asphaltknackerinnen» für mehr Biodiversität in den Städten, dem Recycling-Unternehmen «Mr. Green» oder den künstlichen, 3D-gedruckten Korallenriffen aus Ton von Ulrike Pfreundt und ihrem Team, die dem Korallensterben entgegenwirken sollen.
Was ist dein Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Alltag?
Bosshard: Ich habe mich ein bisschen von der Gen Z inspirieren lassen und kaufe vermehrt in Secondhand-Läden ein. Mein letzter Fund: eine richtig coole schwarze Lederjacke aus den Achtzigern.
Dieser Artikel behandelt folgende SDGs
Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, vereinbart von den UN-Mitgliedsstaaten in der Agenda 2030. Sie decken Themen wie Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Bildung, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, erneuerbare Energie, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Klimaschutz und den Schutz der Ozeane und der Biodiversität ab.
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