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Foto: Jacob Rohner AG

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Produktion & Konsum Partner Inhalt: economiesuisse

Mit gutem Beispiel voran

Die Firma Jacob Rohner ist bekannt für ihre hochwertigen Socken. Das Rheintaler Traditionsunternehmen strebt Qualität aber nicht nur bei den Produkten an, sondern auch bei den Arbeitsbedingungen: Faire Löhne und Chancengleichheit sind für die Jacob Rohner AG selbstverständlich.

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Nachhaltigkeit hat viel mit sozialer Verantwortung zu tun. So tragen wir Menschen soziale Verantwortung für die Gesellschaft und die Natur. Firmen hingegen, haben eine soziale Verantwortung gegenüber ihren Angestellten. Dies bedeutet, sich als Unternehmen zu verpflichten, stets im besten Sinne und Interesse gegenüber den Mitarbeitenden zu handeln. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Chancengleichheit.

Und Chancengleichheit beginnt bei der Lohngleichheit. Obschon seit 1981 der Grundsatz der Lohngleichheit für Frauen und Männer in Artikel 4 Absatz 2 der Bundesverfassung verankert ist, gibt es in der Schweiz noch immer geschlechterbedingte Lohnunterschiede. Ob bei Lohndifferenzen oder Kaderstellungen: Gemäss «Global Gender Gap» 2023 liegen mit Island, Norwegen und Finnland gleich drei skandinavische Länder auf den Spitzenplätzen, während die Schweiz erst auf Rang 23 kommt, hinter Ländern wie Südafrika, Moldawien und Spanien. Die Ungleichheit ist historisch bedingt, etablierte sich doch hierzulande in den Sechzigerjahren das traditionelle Arbeitsmodell der 42-Stunden-Woche und der Idee, dass primär der Mann das Geld heimbringt, während die Frau zu Hause für die Kinderbetreuung zuständig ist und sich um den Haushalt kümmert. Obschon mittlerweile allen klar sein dürfte, dass dieses Rollenmodell veraltet ist, sind wir also noch immer ein grosses Stück von der Lohn- und Chancengleichheit entfernt. Das müsste nicht sein. Denn Firmen haben es selbst in der Hand, wie sie ihre Mitarbeiter behandeln, ob – und mit welcher Konsequenz – sie sich für Chancengleichheit einsetzen.

Hermann Lion

«Chancengleichheit ist für uns nicht nur ein Versprechen, sondern ein Kernwert einer nachhaltigen, fairen und harmonischen Arbeitskultur.»

Hermann Lion

CEO Jacob Rohner AG

Vorbildfunktion übernehmen

Für die Firma Jacob Rohner, deren Belegschaft aus 64 Prozent Frauen besteht, ist es eine Selbstverständlichkeit, soziale Verantwortung zu übernehmen und sich gezielt für Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu engagieren. So wird bewusst darauf geachtet, Lohnungleichheiten aufgrund des Geschlechts zu eliminieren: Im Ostschweizer Traditionsunternehmen wird jede Person unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter oder ihrer Zugehörigkeit für die geleistete Arbeit gleichwertig anerkannt und geschätzt. Damit möchte der Traditionsbetrieb aus dem Rheintal eine Vorreiterrolle in der Textilbranche einnehmen. CEO Hermann Lion dazu: «Chancengleichheit ist für uns nicht nur ein Versprechen, sondern ein Kernwert einer nachhaltigen, fairen und harmonischen Arbeitskultur. Unser Team vereint die Erfahrung von Mitarbeitern, die uns seit Jahrzehnten begleiten, mit der Dynamik der jüngeren Generation. Wir messen Wert basierend auf Kompetenz, Erfahrung und Engagement – nicht Geschlecht, Alter oder Zugehörigkeit. Bei Jacob Rohner hat jeder dieselben Chancen und Perspektiven – sowohl in Bezug auf die Vergütung als auch auf Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten.»

Die Textilbranche steht oft in der Kritik, wenn es um soziale Nachhaltigkeit geht. Um Menschenrechte einzuhalten und Chancengleichheit zu gewähren, hat sich die Branche in den letzten Jahren zusammengetan, um im Rahmen von Nachhaltigkeitsinitiativen, wie zum Beispiel dem Programm Sustainable Textiles Switzerland 2030 gemeinsame Ziele und Richtlinien festzulegen.

Qualität und Innovation

Seit ihrer Gründung im Jahr 1930 steht die Jacob Rohner AG als traditionelles Schweizer Unternehmen für Qualität und Innovation. Diese Kernwerte widerspiegeln sich nicht nur in der Firmenkultur, sondern auch in den erstklassigen Produkten: Der Name Jacob Rohner steht für qualitativ hochwertige Socken, die in der Schweiz entwickelt und zu 95 Prozent in Europa produziert werden. Sowohl die Fabrik am Hauptproduktionsstandort in Portugal als auch die Fabrik in der Schweiz erfüllen höchste Anforderungen in Sachen Nachhaltigkeit.

Foto: Jacob Rohner AG

Quelle: Jacob Rohner AG

Für den Rheintaler Traditionsbetrieb steht fest, dass es in einer Zeit, in der die Ressourcen immer kostbarer werden, unerlässlich ist, den Einfluss auf Natur und Mensch zu optimieren. Um dies zu erreichen, verfolg Jacob Rohner einen ganzheitlichen Ansatz, der auf drei Säulen basiert: Slow Fashion, transparente Produktion und soziales Engagement. Die Rohner-Produkte sollen einen langen Lebenszyklus haben, und neue Produkte die bestehende Palette ergänzen – eine jährliche Erneuerung der Produktelinie wird ganz bewusst nicht angestrebt. Transparenz beschränkt sich nicht nur auf die Produktion, sondern auch auf die Rohstoffe wie zum Beispiel Wolle: Diese stammt ausschliesslich aus kontrollierten Beständen.

Weil 95 Prozent aller Jacob-Rohner-Produkte in den eigenen Fabriken hergestellt werden, herrscht Transparenz bei der Produktion und somit eine volle Kontrolle: So kann sichergestellt werden, dass nicht nur Qualitätskriterien eingehalten werden, sondern dass auch die Arbeitsbedingungen fair sind. Das soziale Engagement beschränkt sich bei Jacob Rohner indes nicht nur auf die eigene Produktion, sondern wird auch nach aussen getragen: für jedes Paar Socken, das im Online-Shop verkauft wird, spendet Jacob Rohner ein Paar Socken an eine Wohltätigkeitsorganisation. Dies ist Teil der sozialen Verantwortung, die das Unternehmen gegenüber den Menschen trägt.

Nachhaltig handeln

Für die Firma Jacob Rohner mit Sitz im St. Gallischen Balgach ist es selbstverständlich, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig von Geschlecht, Alter und Zugehörigkeit für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Um dies sicherzustellen, sind regelmässige Überprüfungen und Kontrollen unabdingbar. Seit Juli 2020 sind in der Schweiz Arbeitgebende ab 100 Mitarbeitenden von Gesetzes wegen verpflichtet, innerhalb eines Jahres, eine Analyse nach wissenschaftlicher und rechtskonformer Methode durchzuführen. Der Bund stellt dafür ein kostenloses Analysetool zur Verfügung. Diese Analyse ergab, dass Jacob Rohner in keiner Form ein geschlechtsspezifisches Lohngefälle aufweist. Für das bald 100-jährige St. Galler Traditionsunternehmen steht zum einen fest, dass Lohngleichheit tief in der Unternehmenskultur verankert ist. Zum anderen geht es nicht nur um eine kurzfristige Strategie oder einen Trend, sondern um einen dauerhaften Wert, der in allen Unternehmensprozessen verwirklicht wird.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von economiesuisse erstellt.

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