Logo image
Foto: PD

Foto: PD

Klima & Energie Partner Inhalt: economiesuisse

Nachhaltig abheben in die Zukunft

Der Flughafen Zürich ist das Schweizer Tor zur Welt. Er verbindet unser Land mit den wichtigsten Metropolen dieser Welt. Diese Anbindung ist attraktiv für Wirtschaft, Forschung und Tourismus – ja für die ganze Gesellschaft. Die Betreibergesellschaft hat sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt und investiert viele Millionen Franken in eine verbrauchsärmere Infrastruktur.

10

Teilen
Link kopieren LinkedIn
Hören
Logo image

Nachhaltig abheben in die Zukunft

Teilen
Link kopieren LinkedIn
Hören

4 Min.  •   • 

Wohlstand entsteht durch Handel. Und Handel basiert auf funktionierenden Verkehrsrouten. Das war vor 3000 Jahren schon so und gilt heute noch. Nur die Art des Verkehrsmittels und die globale Reichweite haben sich seither verändert. Deshalb ist ein Flughafen heute wichtiger als die geostrategische Lage eines Seehafens. Zum Glück für das Binnenland Schweiz, denn gute Verkehrsanbindungen zählen für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft zu den wichtigsten Standortfaktoren überhaupt.

Dies sicherzustellen, ist die Aufgabe der Flughafen Zürich AG. Sie ist Konzessionärin des Bundes und betreibt den Flughafen mit all seinen Immobilien und der aviatischen Infrastruktur. Diese gilt es auch in Zukunft «in Schuss» zu halten. Dafür investiert die Flughafen Zürich AG pro Jahr circa 250 bis 300 Millionen Franken in die Infrastruktur, um einen sicheren und nachhaltigen Betrieb sowie eine hohe Aufenthaltsqualität für Passagiere sicherzustellen.

Duale Klimastrategie

Mit der dualen Klimastrategie hat sich die Flughafen Zürich AG ambitionierte Ziele gesetzt. Die eigenen Treibhausgasemissionen sollen bis 2040 auf netto null reduziert werden – ohne Kompensationen. Ein klar definierter Absenkpfad enthält konkrete Massnahmen wie die Erneuerung und Sanierung bestehender Gebäude, den Wechsel zu erneuerbaren Energien und die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. Sie unterstützt ausserdem das Netto-Null-CO2-Ziel der Schweizer Luftfahrt bis 2050, insbesondere die Förderung und Verwendung von nachhaltigen Flugtreibstoffen (SAF).

Foto: PD

Quelle: PD

Absenkpfad der Flughafen Zürich AG

Die Treibhausgasemissionen des Flughafens sollen bis zum Jahr 2040 auf netto null reduziert werden.

Höchste Nachhaltigkeitsstandards

Das neue Quartier The Circle und das geplante Dock A gelten als Leuchtturmprojekte. Mit Baukosten von 1.2 Milliarden Franken war der Circle lange Zeit das grösste Hochbauprojekt der Schweiz. Er wurde vom international anerkannten Nachhaltigkeitslabel «Leadership in Energy and Environmental Design (LEED)» in der höchstmöglichen Kategorie eingestuft. LEED bewertet das gesundheitsunbedenkliche, langlebige, erschwingliche und umweltvertragliche Bauen. Sowohl in der Schweiz als auch in Europa ist der Circle der grösste Gebäudekomplex mit der höchsten LEED Platinum-Zertifizierung.

Ein Dock aus Holz

Im Zentrum der nächsten grossen Bauetappe am Flughafen steht der Neubau des Dock A samt Kontrollturm. Es soll auf den Passagierebenen grösstenteils aus Holz gebaut werden – für ein Flughafengebäude dieser Grösse einzigartig. Das Dach wird vollflächig für Photovoltaik genutzt. Das gesamte Dock verbraucht rund 60 Prozent weniger Strom aus dem Netz als das heutige Gebäude.

Foto: PD

Quelle: PD

Der 500 Meter lange Neubau von Dock A ist in Holzbauweise konzipiert.

Nachhaltiges Pistensystem

Zur Kerninfrastruktur eines Flughafens gehören die Pisten. Auch hier ist Nachhaltigkeit in verschiedenen Facetten zentral. Zwei Pisten sollen als Resultat einer Sicherheitsüberprüfung im Auftrag des Bundes verlängert werden. Was in erster Linie ein Sicherheitsprojekt ist, bewirkt als positive Nebeneffekte eine Reduktion der Verspätungen und eine Verringerung der Lärmemissionen am späten Abend. Auch die Sanierungen von Pisten erfolgen unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit, zum Beispiel sind die rund 26 000 Kubikmeter Material der Piste 28 direkt wiederverwertet worden. Die Anflug-, Pisten- und Rollwegbefeuerung wird ausserdem in einer Kompletterneuerung mit stromsparende LED-Feuer ausgestattet.

Energie aus dem Boden und in der Luft

Möglichst emissionsfrei soll künftig auch das Heizen und Kühlen der Gebäude erfolgen. Ein vielversprechendes Projekt könnte die Nutzung einer eiszeitlichen Rinne unter dem Flughafengelände sein. Diese Rinne, gefüllt mit wasserführendem Schotter, würde als Wärme- und Kältespeicher dienen. Das Vorhaben in dieser Dimension ist in der Schweiz bislang einzigartig, und die ersten Probebohrungen sind vielversprechend.

Foto: PD

Quelle: PD

Die Flughafen Zürich AG setzt im Kampf gegen den Klimawandel auf nachhaltige, innovative Technologien.

Der grösste Hebel zur Emissionsreduktion liegt aber im Luftverkehr. Die vom Parlament beschlossene Einführung einer Beimischqupote für SAF ist der richtige Schritt zur Defossilisierung der Luftfahrt: Fossile Brennstoffe werden zunehmend durch erneuerbare Flugtreibstoffe ersetzt. Die Flughafen Zürich AG unterstützt die Einführung von SAF in der Schweiz als Kompetenzzentrum aktiv und trägt die Bestrebungen der Fluggesellschaften mit. Für eine nachhaltige Luftfahrt, die uns auch in Zukunft mit der Welt verbindet.

Flughafen Zürich

Der Flughafen Zürich gehört heute zu den nachhaltigsten Flughäfen der Welt. Er ist beim globalen Klimaprogramm Airport Carbon Accreditation (ACA) in Stufe 4 akkreditiert und gehört damit weltweit zu den führenden der akkreditierten Flughäfen. Zudem engagiert er sich bei der Initiative Vorbild Energie und Klima des Bundes.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von economiesuisse im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

Dieser Artikel erscheint unter

Werbung

Beliebte Artikel

Empfohlene Artikel für Sie

Photograph: Fred Merz/Lundi13/EPFL
Klimawandel

Schweiz, es ist Zeit für die Netto-Null-Wirtschaft

Photovoltaikanlagen
Energie

Mit Sonnenstrom aus Belp in die Ferne fliegen

Acht Ideen, um die Welt zu retten – made in Switzerland
Klimawandel

Acht Ideen, um die Welt zu retten – made in Switzerland

Ähnliche Artikel

Fortschritt dank Ersatzbauten und Kreislaufwirtschaft
Klimawandel

Fortschritt dank Ersatzbauten und Kreislaufwirtschaft

Foto: PD
Kreislaufwirtschaft

Intelligente Gebäude für die Erreichung der Klimaziele

Foto: PD
Energie

Für mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor