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Je länger ein Handy genutzt wird, desto besser ist das für die Umwelt. Darum lohnt sich das Aufbereiten ausrangierter Geräte. Foto: Adobe Stock
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Je länger ein Handy genutzt wird, desto besser ist das für die Umwelt. Darum lohnt sich das Aufbereiten ausrangierter Geräte. Foto: Adobe Stock

Produktion & Konsum Partner Inhalt: Swisscom

Ein zweites Leben für Smartphones

Swisscom trägt mit Programmen der Kreislaufwirtschaft dazu bei, wertvolle Ressourcen zu schonen und zugleich den Ausstoss von Treibhausgasen zu senken. Bei Smartphones entstehen die meisten CO₂-Emissionen im Herstellungsprozess.

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Ein zweites Leben für Smartphones

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Es ist Wecker, Navigationsgerät, Geldbörse, Kommunikationszentrale und Unterhaltungsmedium in einem. Kaum ein Gegenstand prägt unseren Alltag so sehr wie das Smartphone. Doch während die Innovationszyklen immer kürzer werden und neue Modelle im Jahrestakt erscheinen, wächst im Hintergrund eine Herausforderung im XL-Format heran: der enorme Ressourcenverbrauch.

Um sich eine Vorstellung von den Dimensionen zu machen: Allein in der Schweiz lagen die jährlichen Handy- Verkaufszahlen laut Statista zuletzt bei knapp 1,9 Millionen Geräten, weltweit bei 1,24 Milliarden (2024). Rund 97 Prozent der Schweizer Bevölkerung besitzen heute ein Smartphone. Die meisten Mobiltelefone werden hierzulande nur 2,5 bis 3,5 Jahre genutzt, bevor sie ausrangiert und durch neue Modelle ersetzt werden.

«Der ökologische Fussabdruck von Smartphones ist beträchtlich», betont Marius Schlegel, verantwortlich für Kreislaufwirtschaftsprogramme bei Swisscom. «Der grösste Teil der Umweltbelastung entsteht dabei aber nicht während der Nutzung, sondern bei der Herstellung.» Verbaut werden pro Gerät bis zu 75 verschiedene Elemente, darunter vor allem Metalle wie Gold, Kupfer, Kobalt und Lithium, dazu Kunststoffe und Seltene Erden. Schätzungen zufolge benötigt ein einzelnes 150 bis 200 Gramm schweres Smartphone etwa sechs bis acht Kilogramm an Rohstoffen und mehr als 1200 Liter virtuelles Wasser (Wasser-Fussabdruck). Hinzu kommen die Emissionen, die bis zu 80 Kilogramm CO₂-Äquivalente betragen, wovon ein Grossteil auf die energieintensiven Produktionsprozesse entfällt, ein kleinerer Teil auf Transporte über globale Lieferketten. Alles zusammengerechnet, bildet jedes neue Handy ein wahres Ressourcenbündel zulasten der Umwelt.

Genau hier setzt Swisscom mit eigenen Programmen an, die auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft beruhen. Als schweizweit grösster Telekommunikationsanbieter mit mehr als sechs Millionen Endkundinnen und -kunden trägt das Unternehmen auf diese Weise dazu bei, die Nutzungsdauer der Handys zu verlängern. Das bedeutet: Statt immer mehr Neugeräte zu produzieren sollen Materialien und Produkte so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf verbleiben, indem sie repariert, aufbereitet und wiederverwendet werden. Jedes Gerät, das auf diese Weise ein zweites Leben erhält, spart Rohstoffe, Energie und CO₂-Emissionen ein. «Der ökologische Effekt ist erheblich. Studien belegen, dass durch die Wiederverwendung eines Smartphones bis zu 80 Prozent der Umweltbelastung gegenüber einem Neugerät reduziert werden kann», erklärt Marius Schlegel.

Swisscom verfolgt den nachhaltigen Ansatz bereits seit mehreren Jahren systematisch – unter anderem durch Rücknahmeprogramme wie «Buyback»: Privatkundinnen und -kunden wie auch Unternehmen können darüber ihre gebrauchten Smartphones oder Tablets an Swisscom verkaufen. Die Geräte werden wiederaufbereitet, und die Kundinnen und Kunden erhalten für ihr altes Handy einen Geldbetrag, der sich am Wert des eingesandten Modells bemisst.

Wer mit der Handy-Rückgabe zugleich Gutes für andere tun will, kann über das Charity-Programm «Mobile Aid» sein altes Gerät auch spenden. Die in Spendenboxen gesammelten Handys werden von Swisscom zunächst an das Partnerunternehmen Réalise geliefert – eine Sozialfirma, die Menschen im erweiterten Arbeitsmarkt eine Chance gibt, wieder in den geregelten Arbeitsalltag zurückzukehren. Deren Mitarbeitende löschen alle persönlichen Daten von den Geräten. Die funktionsfähigen Handys gehen dann wiederaufbereitet in den Verkauf und die defekten gehen ins Recycling. Dort verwertet das Unternehmen soRec im Auftrag von Swisscom die Rohstoffe, welche zurück in den Kreislauf gelangen. Der Erlös aus dem Wiederverkauf und aus dem Recycling geht zu 100 Prozent an Hilfsprojekte für Kinder in Not.

«Swisscom sieht sein Engagement für die Kreislaufwirtschaft als Teil einer langfristigen Transformation.»

Strenge Qualitätskontrollen

Mit seinen mehr als 100 Shops verfügt Swisscom über einen grossen Hebel, um das Konzept der Kreislaufwirtschaft schweizweit umzusetzen. «Das beginnt schon damit, dass wir unseren Kundinnen und Kunden die Nutzung der passenden Secondlife-Programme so einfach wie möglich machen», so Marius Schlegel.

Ein entscheidender Baustein der Strategie ist die Kooperation mit dem internationalen Spezialisten Recommerce. Während Swisscom den Kundenzugang, die Logistik und den Vertrieb verantwortet, übernimmt das Partnerunternehmen die technische Aufbereitung der gebrauchten Geräte. Die Prozesse sind standardisiert und transparent, die Qualitätskontrollen streng – gemäss den internationalen ISO-Normen und dem RECQ-Label (Qualitätsüberprüfung durch DEKRA Certifications). Wenn Kundinnen und Kunden ihre alten Smartphones im Rahmen von «Buyback» und «Mobile Aid» bei Swisscom zurückgeben, werden die Geräte von Recommerce zunächst getestet, dann gereinigt und bei Bedarf repariert. Was noch funktionstüchtig ist, wird als sogenanntes «Refurbished»-Gerät weiterverkauft, nur die nicht mehr reparablen Produkte werden aussortiert und effizient recycelt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Im Unterschied zu neu hergestellten Smartphones, die Emissionen von bis zu 80 Kilogramm CO₂-Äquivalenten verursachen, fallen bei wiederaufbereiteten Geräten nach Angaben der GSMA, dem weltweiten Verband der Mobilfunkanbieter, nur rund acht Kilogramm CO₂-Äquivalente an. Bei einer zusätzlichen Lebensdauer von einem Jahr ergeben sich so Einsparungen von circa 70 Prozent. Ein weiterer wirtschaftlicher Pluspunkt des Kreislaufkonzepts: «Wiederaufbereitete Smartphones sind im Verkauf günstiger als Neugeräte und sprechen damit eine wachsende Kundengruppe an», erläutert Jérôme Grandgirard, Managing Director der DACH-Region bei Recommerce. Laut einer Studie von Kantar Insight gaben 2025 mehr als 60 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer an, am Kauf eines Refurbished-Produkts interessiert zu sein, 77 Prozent von ihnen nannten als Grund den günstigeren Preis.

Wie Fachleute im Forschungsbereich Digitale Transformation am Wuppertal-Institut betonen, orientiert sich der branchenübliche Lebenszyklus eines Smartphones bislang vor allem an den Zielgruppen von Tech-Begeisterten und Personen mit ausgeprägtem Sinn für Ästhetik. Gerade sie legten grossen Wert auf neue Modelle und aktuelle Technologien. «Doch andere Zielgruppen, wie Pragmatiker und Pragmatikerininnen, Nachhaltigkeits-Enthusiasten und -Enthusiastinnen, preissensible Konsumierende und Langzeitnutzende, sind aufgeschlossener gegenüber einer längeren Nutzungszeit oder dem Kauf von wiederaufbereiteten Geräten», heisst es in einem Diskussionspapier. «Aktuelle Geschäftsmodelle schöpfen das Potenzial dieser Gruppen mit einem geschätzten Anteil von über 60 Prozent jedoch nur unzureichend aus.» Hersteller sollten nach Ansicht der Forschenden daher stärker auf Reparierbarkeit und Langlebigkeit setzen. Dies umfasst unter anderem das Design modularer Smartphones, die sich leichter reparieren lassen, und die Bereitstellung von günstigen sowie leicht zugänglichen Ersatzteilen.

Lebenszyklus ganzheitlich denken

Wie eine Anfang des vergangenen Jahres veröffentlichte Comparis-Studie ergeben hat, behalten die Schweizerinnen und Schweizer ihre Smartphones inzwischen tatsächlich immer länger. Während 2020 nur 22 Prozent ihr Handy mindestens drei Jahre nutzten, waren es 2024 bereits 31,3 Prozent. Die technische Entwicklung macht’s möglich: Grössere Akkus und regelmässige Software-Updates lassen eine problemlose Nutzung auch älterer Geräte zu. Der Trend geht zum Occasions-Handy. Jeder Zehnte kaufte 2024 ein gebrauchtes Smartphone. 2020 waren es nur 8,3 Prozent.

Trotz aller Fortschritte bleibt die Herausforderung gewaltig. Der jährliche Absatz neuer Smartphones ist hoch, und zahlreiche Geräte verschwinden noch immer ungenutzt in den Schubladen. Genau hier setzen Rücknahme- und Eintauschprogramme an: Sie sollen Anreize schaffen, alte Geräte zurückzugeben, statt sie im Haushalt zu horten oder unsachgemäss zu entsorgen. Jede Rückgabe ist ein weiterer potenzieller Beitrag zur Ressourcenschonung.

Swisscom sieht seine Kreislaufwirtschaftsprogramme als Teil einer langfristigen Transformation. «Ziel ist es, den Lebenszyklus von Smartphones ganzheitlich zu denken – von der Beschaffung über die Nutzung bis zur Wiederverwendung und zum Recycling», so Swisscom-Experte Marius Schlegel. Die Kooperation mit Recommerce zeigt, dass solche Modelle in der Praxis bestens funktionieren, wenn technisches Knowhow, Logistik und Markt zusammenkommen.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von Swisscom erstellt.

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