Nachhaltigkeit hat ein Kommunikationsproblem. Kaum ein anderer Begriff ist in den vergangenen Jahren derart aufgeladen, gedehnt und zugleich ausgehöhlt worden. Er kann für so vieles stehen: Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit oder für neue Geschäftsmodelle. Gerade weil Nachhaltigkeit so vieles umfasst, bleibt sie oft abstrakt. Man kann sich zu ihr bekennen, ohne sich ihr wirklich auszusetzen.
Abstraktion aber mobilisiert selten. Wer Menschen zum Handeln anregen will, muss zeigen, wie Wandel Wirklichkeit werden kann.
Darum braucht Nachhaltigkeit Vorbilder.
Das klingt im ersten Moment fast zu schlicht, schliesslich dekarbonisiert kein Mensch allein eine Volkswirtschaft. Nachhaltigkeit ist eine kollektive Aufgabe, die Institutionen, Anreize, Technologie, Kapital und Regeln benötigt.
Und doch wird gesellschaftlicher Wandel an Personen sichtbar. In ihnen verdichten sich Haltungen zu Entscheidungen und Ideen zu Taten. Sie stehen für die Möglichkeit, dass etwas anders gedacht und anders gemacht werden kann.
Gerade im Nachhaltigkeitskontext ist das entscheidend. Denn klafft die Diskrepanz zwischen Einsicht und Handlung besonders weit auseinander. Dass Ressourcen endlich sind, Emissionen Kosten verursachen und soziale Spannungen nicht folgenlos bleiben, ist keine neue Erkenntnis. Neu ist die Dringlichkeit. Was dennoch oft fehlt, ist die Vorstellungskraft: Wie sieht ein Weg aus, der nicht nur theoretisch richtig, sondern praktisch gangbar ist? Wer geht ihn bereits?
Vorbilder können diese Lücke schliessen, indem sie als Person sichtbar werden: ein Unternehmer, der sein Geschäftsmodell neu denkt, eine Forscherin, die unbequeme Erkenntnisse in die Öffentlichkeit trägt, ein Architekt, der mit neuartigen Materialien baut. Solche Persönlichkeiten machen sichtbar, was sonst rasch in Berichten verschwindet: dass Wandel nicht nur gefordert, sondern gestaltet werden kann.
Vorbilder sind soziale Beschleuniger, die ein weitverbreitetes Vorurteil bereinigen können: dass Nachhaltigkeit vor allem Verzicht bedeutet. Denn wer nur über Einschränkungen spricht, wird kaum Begeisterung wecken. Wer aber neue Lösungen entwickelt und unternehmerischen, wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Mut beweist, verändert den Blick. Nachhaltigkeit erscheint dann nicht als Last, sondern als Zukunftsgestaltung.
Deshalb ist es sinnvoll, solche Persönlichkeiten sichtbar zu machen.
Allerdings ist Vorsicht angebracht. Nicht jede Sichtbarkeit bedeutet Relevanz. Doch das ist kein Argument gegen Vorbilder, sondern eines dafür, auf die Anwendung richtiger Massstäbe zu achten.
Sichtbarkeit wird dann glaubwürdig, wenn sie an Leistung und messbare Wirkung gebunden ist. Mit den «Sustainable Shapers» rückt Sustainable Switzerland genau solche Persönlichkeiten ins Licht: Menschen, die zum Einen nachhaltige Entwicklung vorantreiben und deren Wirken andere ermutigen kann, selbst Verantwortung zu übernehmen und Wandel mitzugestalten.
Sie kennen eine Persönlichkeit, die ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Zukunft setzt – oder tun Sie es selbst? Nominieren Sie jetzt Ihren «Sustainable Shaper» oder bewerben Sie sich unter sustainableswitzerland.ch/shapers.