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Nachhaltige Materialien im Automobilbau

Auf der Fahrt in die Zukunft orientiert sich BMW an der Kreislaufwirtschaft. Aus alten Fischernetzen werden Fussmatten, mit Olivenblätter kann Leder umweltschonend gegerbt werden. Bis zum Jahr 2030 soll der CO2-Fussabdruck pro Fahrzeug damit drastisch gesenkt werden.

«Secondary First» heisst das Motto der BMW Group. Bild: BMW

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BMW

3. August 2022

«Secondary First» heisst das Motto, mit dem die BMW Group einen ambitionierten Nachhaltigkeits-Ansatz verfolgt, um die eigenen, hochgesteckten Klimaziele zu erreichen. Bis zum Jahr 2030 sollten Automobile des Unternehmens zu 50 Prozent aus recycleten und wiederverwerteten Materialien gefertigt werden, die sich in sämtlichen Bereichen des Fahrzeugs wiederfinden – in Lacken, Hochvoltspeicher, Reifen, Leder oder Textilien. Im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes der Kreislaufwirtschaft soll so der CO2-Fussabdruck drastisch reduziert werden.

Wohin dieser Weg führt, ist heute schon zu sehen und fühlen, wenn man in einem vollelektrischen BMW iX Platz nimmt. Inmitten eines grosszügigen Ambientes stellt sich ein Gefühl von Fortschritt ein, das insbesondere durch das aussergewöhnliche Raumgefühl und die verwendeten Materialien hervorgerufen wird.

Ins Leder, das den Armaturenträger umfasst, sind diskret die Umrisse von Blättern geprägt, sie stehen sinnbildlich für eine Facette des Fahrzeugs, das nicht so augenfällig ist wie das kühne Design: Das Leder wurde mit einem Extrakt aus Olivenbaumblättern gegerbt, um die Verwendung von Chemikalien zu minimieren. Die BMW Group ist als einer von zwei Partnern aus der Automobilindustrie der Leather Working Group beigetreten; die Non-Profit-Organisation beschäftigt sich seit 2005 weltweit mit Richtlinien und Zertifizierungen für die ökologische Lederverarbeitung und setzt dafür hohe Standards.

Vier Materialgruppen decken die gesamte Circular Economy ab

Leder ist nur einer von vielen Rohstoffen, dem die BMW Group im Rahmen einer konsequenten Ausrichtung auf Kreislaufwirtschaft mehr Aufmerksamkeit schenkt. Das Ziel ist die möglichst ressourcenschonende Herstellung von Fahrzeugen, dafür wurden verschiedene Materialgruppen definiert, die sämtliche Bereiche der so genannten Circular Economy abdecken: RE:THINK, RE:DUCE, RE:CYCLE und RE:USE. Dabei handelt es sich um natürliche Rohstoffe, Kunststoff-Rezyklate, alternatives Leder sowie kreislauffähige Textilien.

In der Gruppe der natürlichen Materialien forscht das Unternehmen zum Beispiel an neuartigen Holzschäumen. Holzschaum besteht zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und ist so fest, dass auf synthetische Klebstoffe komplett verzichtet werden kann. Für Sitzbezüge werden wiederum synthetische Textilvarianten eingesetzt, die aus 100 Prozent recyceltem Material bestehen und im Laufe ihres Lebenszyklus immer wieder einem Kreislauf zugeführt und mehrfach verwendet werden können.

Mit diesen und vielen weiteren innovativen Massnahmen möchte die BMW Group das allgemeine Bewusstsein für nachhaltige Materialien schärfen und gibt gleichzeitig transparent Einblick in ihre Strategie für eine nachhaltige Zukunft in der Fahrzeugherstellung. Bis zum Jahr 2030 sollen durch die verschiedenen Massnahmen die CO2-Emissionen über den Lebenszyklus sämtlicher BMW Group-Produkte um mehr als 40 Prozent sinken.

Aus geborgenen Fischernetzen werden Fussmatten

Was dies in der industriellen Praxis, aber auch im richtigen Leben auf den Strassen bedeutet, lässt sich wiederum am BMW iX heute schon gut aufzeigen: Der Hochvoltspeicher des Elektrofahrzeug weist einen Sekundäranteil von bis zu 50 Prozent bei Nickel aus, bei der Verwendung von Aluminium im Gehäuse liegt der Sekundäranteil bei bis zu 30 Prozent. Insgesamt konnte bei Hochvoltspeichern bereits jetzt eine Recycling-Effizienz von über 90 Prozent erreicht werden. Als Ausgangsstoff für die Bodenverkleidungen sowie die Fussmatten des BMW iX dienen wiederum Fischernetze, die aus dem Meer geborgen wurden, sowie andere wiederverwertete Stoffe.

Zu den vielen interessanten Aspekten des Trends zur Kreislaufwirtschaft zählen eine ganze Reihe weiterer Rohstoffe im Automobilbau. So verwendet die BMW Group als erster Hersteller in ihren europäischen Werken Mattlacke, die nicht aus Erdöl, sondern aus Biomasse hergestellt werden. Auch bei den Autoreifen gehört das Unternehmen zu den Pionieren und setzt als erstes Pirelli-Reifen mit FSC-zertifiziertem Naturkautschuk und Rayon ein. Schliesslich wurde mit der Firma Salzgitter AG eine Vereinbarung für die Lieferung von CO2-arm hergestelltem Stahl ab 2026 getroffen. Damit kann eine Einsparung von rund 400’000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr erreicht werden

Wohin die Reise gehen kann, und wie gross die Möglichkeiten einer Fahrzeugproduktion sind, die komplett im Geiste der «Circular Economy» realisiert wird, zeigt der BMW Vision i Circular. Das übergeordnete Ziel dieser wegweisenden Designstudie war es, ein Fahrzeug zu gestalten, das für geschlossene Materialkreisläufe optimiert ist, zu 100 Prozent aus recycelten Materialien hergestellt ist, und ausserdem eine ebenfalls 100-prozentige Recyclingfähigkeit erreicht. Zur «Circular Economy» kommt also «Circular Design» – eine Idee von heute, für die Fahrzeuge von morgen.

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